Leseprobe Notfallplanung

Leseprobe Notfallplanung

"Notfallplanung"

1     Einleitung

Unsicherheiten, Krisen und Katastrophen gab es schon immer auf unserem Planeten. Die Gründe dafür können politischer Natur wie Bürgerkriege sein, aber auch umweltbedingt oder natürlicher Art wie eine Überschwemmung, ein Erdrutsch oder ein Vulkanausbruch. Umweltbedingte Katastrophen wie die nukleare Katastrophe von Tschernobyl 1986 oder Verkehrsunfälle wie z. B. von Tanklastwagen mit Gefahrengut sind schon passiert und können auch jederzeit wieder passieren. In unserem Zeitalter der Technik haben wir aber eine neue zerstörende Quelle geschaffen, das Internet und damit auch die Cyberangriffe. Eine nicht ganz zu unterschätzende Form des kalten Krieges.

Es liegt mir fern hier Angst und Panik zu verbreiten, aber diese Gefahren sind nun mal da und sie sind allgegenwärtig.

Natürlich kann man wegschauen, darüber lächeln oder die Sache ernst nehmen, das bleibt jedem selber überlassen.

Gegen einen Notfall oder eine Krisensituation gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit um sich zu wappnen:

 

Bereite Dich vor, dann erschrickst Du nicht wenn der Tag „X“ kommt.

 

Und eigentlich spielt es auch keine Rolle wie eine Katastrophe daherkommt. Meist kommt sie sowieso als „unscheinbar“ und schleichend daher. Oder es gibt einen grossen “Rums“ und die Katastrophe ist schon da bevor Du diese überhaupt realisieren kannst.

Darum schreiben wir hier dieses E-Book als Unterstützung für Deine Planung des Notvorrates und Deines Notgepäcks. Damit es Dir leichter fällt und Du besser als vorher weisst, wie Du Dich und Deine Bevorratung inklusive Deinem Notgepäck vorbereiten kannst.

 

Weisst Du, wir haben nun doch schon mit einigen Mitmenschen über dieses Thema gesprochen und glaube uns, wenn wir Dir hier einige Antworten niederschreiben:

„Für solche Fälle habe ich eine Pistole“

„So etwas wird nie passieren“

„Das brauche ich nicht, ich habe Wein im Keller“

„Mein Notvorrat ist im Küchenkasten“

Viele Menschen sind mit diesem Thema überfordert, haben keinen Plan und kein Ziel. Daher kommen auch solche Aussagen. Das ist ein Stück weit verständlich und nachvollziehbar, es ist ein schwieriges Thema.

Wenn Du ein wenig sicherer und routinierter sein möchtest, dann setze Dich jetzt damit auseinander, egal ob irgendeine Katastrophe eintreffen wird oder nicht. Was verlierst Du denn schon? Vielleicht ein wenig Zeit, vielleicht noch ein wenig materiellen Schaden.

Weisst Du was? Wenn Du ein wenig Zeit verlierst, denke immer daran, Du setzt die Zeit in Dein Leben und in Deine Zukunft. Vielleicht überlebst Du irgendwann nur weil Du an Dich gedacht und für Dich eine Vorsorge getroffen hast.

Du hast bestimmt auch einen Rentenfond, eine AHV oder Pensionskasse. Bei diesen Institutionen wird auch für Dich vorgesorgt und Du weisst nicht einmal, ob das Geld dann noch irgendeinen Wert besitzt. Sind es bloss Spekulationen, Ahnungen oder Intuition?

Viele Fragen bleiben offen, wir wissen es einfach nicht.

 

Inhaltsverzeichnis

1     Einleitung. 3

2     Problemstellung. 6

2.1   Notvorrat – Pflicht des Bürgers?. 8

3     Die Frage nach dem Wasserverbrauch. 9

4     Was ist also Sache?. 11

5     Ziel vom E-Book. 12

6     Vorbereitungen. 13

7     Lebensmittel & Güter. 15

7.1     Wasser und Lebensmittel 16

8     Was darf auf keinen Fall fehlen. 18

8.1   Aufgabe für Dich. 19

8.2   Schlussfolgerung. 33

9     Du brauchst weniger als Du denkst 34

9.1   Unsere Empfehlungen. 35

9.1.1      Notgepäck. 35

9.1.2      Packsack & Co. 39

9.1.3      Zelt oder Poncho. 42

9.1.4      Schlafen. 43

9.1.5      Essen & Trinken. 46

9.1.6      Zubehör und kleine Helfer. 48

9.2   Aus unserer Sicht nicht nötig. 55

10       Schlusswort 57

2     Problemstellung

Bund und Länder fordern alle Bürger auf, sich selbst einen Notvorrat für mindestens 10 bis 14 Tage anzuschaffen um sich in den ersten Tagen einer Katastrophe selbst versorgen zu können.

Das kann natürlich verschiedene Gründe haben. Denn auch wenn das Militär, Zivilschutz und andere Hilfstruppen bei einer Katastrophe sofort alarmiert werden, so braucht es doch einige Zeit bis diese Truppen mobilisiert und einsatzfähig sind.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor kann auch sein, dass an verschiedenen Orten Ereignisse eingetreten sind und somit schlicht und einfach die benötigten Ressourcen[1] nicht zu Verfügung stehen.

Ein weiterer Punkt könnte sein, dass wenn der Staat jedem Bürger einen Notvorrat zu Verfügung stellen würde, dieser ziemlich schnell zu Geld gemacht oder gegessen werden würde. Diese Version geht natürlich auch nicht. Was ist die logische Konsequenz daraus? Der Staat „schiebt“ die Verantwortung an die Bürger ab, pocht so auf die Selbstverantwortung und das Eigeninteresse der Bürger…

 

An dieser Stelle 2 Zitate aus Broschüren:

  1. Zitat aus der Broschüre:

„Kluger Rat- Notvorrat“[2]

„Es liegt deshalb im Interesse jedes Einzelnen, eine individuelle, kurzfristige Notlage überbrücken zu können und für ein paar Tage eine gewisse Unabhängigkeit zu haben.“

Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung BWL
Belpstrasse 53
3003 Bern

 

  1. Zitat aus der Broschüre:

„Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ vom 30. März 2017 / Quelle Internet

Sorgen Sie daher für einen ausreichenden Vorrat. Ihr Ziel muss es sein, 14 Tage ohne Einkaufen überstehen zu können. Die Lösung liegt in Ihrer Verantwortung.

Ob und wie viel Sie vorsorgen, ist eine persönliche Entscheidung.

Bundesamt für Bevölkerungsschutz

und Katastrophenhilfe (BBK)

Postfach 1867, 53008 Bonn

 

Das mag wohl so sein, dass es in unserem persönlichen Interesse liegt oder zumindest liegen sollte. Denn von was sollten wir den Leben? Was sollen wir essen und trinken wenn nicht von unserem Vorrat?

 

2.1                Notvorrat – Pflicht des Bürgers?

Laut Recherchen im Internet bestand anscheinend nach dem ersten Weltkrieg die Pflicht für jeden Bürger in der Schweiz, einen eigenen Notvorrat zu halten. Diese Vorschrift galt bis Ende der 60er Jahre und wurde danach aufgehoben.[3]

Im Rahmen einer Übung Ende 2014, die von der Schweizer Landesregierung durchgeführt wurde, sagte Projektleiter Toni Frisch, dass er jedem Haushalt einen 10 Kilo Notvorrat empfiehlt.

Den Link zum Artikel findest Du hier:

http://www.blick.ch/news/schweiz/notvorrat-koennte-pflicht-werden-muessen-wir-bald-knaeckebrot-horten-id3433363.html

 

Du siehst also, irgendwie laufen schon Bestrebungen dazu, dass der Bürger sich wieder selber bewusst wird, dass die Verantwortung auch bei ihm liegt und egal was passiert, niemand ohne Trink- und Esswaren usw. dastehen sollte.

 

3    Die Frage nach dem Wasserverbrauch

Andre Blattmann, bis Ende 2016 als Chef der Armee tätig, sagte er in einem Interview im Jahre 2014 aus, dass er ca. 300 Liter Trinkwasser als Vorrat zu Hause lagere. Er wurde oder wird immer noch sehr belächelt für seine damalige Aussage.[4]

Was mich persönlich aber sehr stört an diesem Artikel ist die Aussage, dass dies nicht nötig sei und der Staat sowieso verpflichtet sei, ab dem vierten Tag wieder Trinkwasser zu liefern. In der Broschüre „Kluger Rat-Notvorrat“ findest Du folgende Aussage:

 

„Die Wasserversorger sind verpflichtet, die Bevölkerung ab dem vierten Tag eines Unterbruchs wieder mit einer minimalen Menge an Trinkwasser zu versorgen.“

Herausgeber: BWL, 3003 Bern, www.bwl.admin.ch

Vertrieb: BBL, Vertrieb Bundespublikationen, CH-3003 Bern

www.bundespublikationen.admin.ch, Art.-Nr. 750.143.D

02.17 3500 860394949

 

Was glaubst Du wird passieren, wenn Du Dich auf diese Aussage verlässt, aber trotzdem sind die Verantwortlichen nicht in der Lage Wasser zu liefern.

Dann hast Du ganz einfach kein Wasser!

Ich meine, wir wissen es nicht. Es kann sein, es kann aber auch nicht sein… Und eins solltest Du schon noch wissen:

Ohne Wasser kannst Du nicht leben!!!

 

4     Was ist also Sache?

Wir haben also festgestellt, dass wir für die ersten Tage angehalten werden, die Verantwortung für uns selber zu übernehmen und uns einen geeigneten Notvorrat zusammenstellen.

Dies auch aus dem Grund, da die „Maschinerie Staat“ erst einmal anlaufen muss. Für diesen Punkt haben wir persönlich noch grosses Verständnis.

Wir haben auch festgestellt, dass zwar theoretisch ab dem vierten Tag in einer Krise Du wieder Trinkwasser in minimaler Menge erhalten solltest.

Tatsache ist auch, dass wir nicht wissen können, wie uns eine Krise treffen wird. Können wir dann Zuhause bleiben und haben lediglich keinen Strom, kein Wasser. Oder trifft es uns härter und wir müssen in die Notunterkünfte? Noch schlimmer, unser Zuhause muss aufgegeben werden…

Wenn wir das nun nüchtern betrachten, dann können diese Aussagen nicht einfach heruntergespielt werden. Die Bedrohungen sind gegenwärtig, auch wenn das Risiko mal kleiner oder mal grösser ist.

Wenn Du jetzt erst weisst dass die Gefahren da sind, so frage Dich doch einfach einmal folgendes: Was bist Du Dir wert, was ist Dir Dein Überleben wert? Spare also nicht für Deinen Schutz oder Dein Weiterleben.

Wenn Du wirklich auf einer sichereren Seite (100% Sicherheit gibt es nicht) sein möchtest, dann übernehme jetzt die Verantwortung und baue ein Konzept für Deinen geplanten Notvorrat auf. Verlass Dich nur auf Dich, es ist Dein (Über-) Leben.

„Wer sich nur auf andere verlässt, ist im Krisenfall selbst verlassen.“ [5]

 

5     Ziel vom E-Book

Ziel diese E-Books soll es sein, Dir verschiedene Möglichkeiten für das Zusammenstellen Deines Notvorrates und Deines Notgepäcks aufzuzeigen und was Du wie planen könntest. Mit guten Ratschlägen wollen wir Dich zu Deinem Konzept führen, egal ob Du schlussendlich irgendeinen Vorrat anlegen möchtest. Das alleine bleibt ganz Dir überlassen.

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