Der Wandel der Zeit

Der Wandel der Zeit

Zwischen diesen beiden Arbeitszeugnissen liegen „nur“ gerade Mal 20 Jahre. In dieser Zeit hat sich vieles geändert, nicht nur in der Art der Definitionen eines qualifizierten Arbeitszeugnisses, sondern auch in der gesamten Arbeitswelt.

Darum ist es umso wichtiger, dass wir alle in der heutigen Zeit genau beurteilen können, was in einem Arbeitszeugnis enthalten sein muss. Denn die Inhalte wiederspiegeln unsere Persönlichkeit, also auch unsere Kompetenzen. Diese Kompetenzen sind u.a. wichtig für unser

zukünftiges Leben in der Arbeitswelt und somit auch wichtig für unsere Bewerbungen. Vergiss nicht, dass Deine Arbeitszeugnisse Dich ein Leben lang begleiten werden. Ein Bewerbungsschreiben allein bringt nicht viel, dies ist nur ein sehr kleiner Aspekt, welcher nicht so viel Aussagekraft in sich trägt. Warum? Es ist eine Momentaufnahme und nur ein kleiner Teil der gesamten Bewerbung.

Viel wichtiger ist der ganze Bewerbungsprozess, also von Arbeitseinstellung bis Zeugnis.

Auch ein Arbeitszeugnis soll heute in professioneller Art und Weise formale Aspekte aufzeigen und inhaltlich die Leistungen und das Verhalten des Arbeitnehmers in ausreichendem Umfang aufzeigen.

Im Grundsatz Unterscheidet sich das Zwischenzeugnis zu einem Abschlusszeugnis nur darin, dass die Beendigungs- und Bedauernsformel entfällt.

 

Formel wird ein Arbeitszeugnis auf einem Briefpapier des jeweiligen UNE erstellt, mit nachvollziehbarem Briefkopf der UNE. Auch ist darauf zu achten, dass Du das Arbeitszeugnis nicht gefaltet und handschriftlich unterschrieben erhältst.

 

Die Gliederung teilt sich wie folgt auf:

 

  1. Überschrift und Einleitung mit Name, Vorname und Geburtsdatum
  2. Aufgabenbeschreibung
  3. Leistungsbeurteilung
  4. Beurteilung des sozialen Verhaltens
  5. Beendigungsformel
  6. Dankes- und Bedauernsformel
  7. Zukunftswünsche
  8. Ausstellungsort, -datum und Unterschrift

 

Wir werden hier kurze, aber wichtige Anmerkungen für den formalen und inhaltlichen Aspekt für jeden einzelnen Punkt oben aufzeigen:

 

  1. Adresse des Mitarbeiters gehört nicht in das Arbeitszeugnis, auch nicht als Anschrift. Name, Vorname und Geburtsdatum sind Pflicht. Sie dienen zur Erkennung des Arbeitnehmers.

 

  1. Achte darauf, dass alle wesentlichen Tätigkeiten die Du ausgeübt hast, auch wirklich enthalten sind. Auch ist die Benennung Deiner Kompetenzen ein wichtiger Bestandteil.

 

  1. Dies ist eine Wertung Ihrer tatsächlich erfüllten Arbeiten.

Grundsätzlich werden dabei in folgende Aspekte geteilt:

 

  • Wollen, also (Eigen)-antrieb, Elan, Interesse, Pflichtbewusstsein usw.
  • Können, also Ausdauer, Belastbarkeit, Stressempfinden, Konzentration, Flexibilität usw.
  • Arbeitsweise
  • Erfolge in der Arbeit

 

Diese Leistungsbeurteilung gibt am meisten Anlass zur Diskussion zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, ob berechtigt oder nicht.

 

  1. Hier werden durch den Arbeitgeber die sozialen Kompetenzen des Arbeitnehmers beurteilt. Meist werden drei Teilaspekte bewertet:

 

  • internes Verhalten, Wertschätzung, Umgang mit Vorgesetzten und Mitarbeitern, Anerkennung, Beliebtheit usw.
  • externes Verhalten, Auftreten, Umgang mit Lieferanten und Kunden, Kontaktfähigkeit usw.
  • Sozialverhalten, Ehrlichkeit, Durchsetzungsfähigkeit, Loyalität usw.

 

  1. Zeigt die Gründe für das Verlassen der UNE auf. Grundsätzlich lautet die Frage nur „Wieso hat er die UNE verlassen“? Vielleicht private Gründe? Oder kann es an der Weiterentwicklung liegen? Oder möchte sich der Arbeitnehmer einfach mal neu orientieren?

 

  1. Darin enthalten sind in der Regel eine Dankes- und eine Bedauernsformel mit einem Dank an den Arbeitnehmer für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und die geleisteten Dienste. Dadurch kann ein Arbeitszeugnis natürlich sehr aufgewertet werden.

 

  1. Bei gewinnbringender und angenehmer Zusammenarbeit werden gerne wohlwollende Wünsche von Seiten der Arbeitgeber geäussert. Es wird aber auch praktiziert, dass UNE mit hoher Fluktuation gerne darauf verzichten, dem ehemaligen Arbeitnehmer eine gute Zukunft zu wünschen.

 

  1. Zwingend sind zu nennen der Ausstellungsort und das Datum mit der Unterschrift der Aussteller. Zudem ist es zwingend erforderlich, dass die Rechtsstellung und die Position des Ausstellers ersichtlich sind. Ist er überhaupt befugt dieses Arbeitszeugnis zu unterschreiben? Falls die Geschäftsadresse noch nicht auf dem Arbeitszeugnis vorhanden ist, gehört sie jetzt spätestens beigefügt. Auch die Telefonnummer des Ausstellers soll für Rückfragen erkennbar sein.

 

Du siehst also, ein Arbeitszeugnis kann sehr viele positive, aber auch negative Aspekte an den Tag legen, wenn es ehrlich und den Tatsachen entsprechend ausgelegt wurde. Grundsätzlich „muss“ der Inhalt eines Arbeitszeugnisses aber immer der „Wahrheit“ entsprechen.

 

Damit beenden wir den kurzen Einblick in die Welt der Arbeitszeugnisse und bedanken uns für Deine geschenkte Aufmerksamkeit.

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